Better Cotton Initiative (BCI)

Auch wenn wir bewusst den Einsatz von Biobaumwolle in unserem Sortiment ausbauen, wissen wir, dass es sich dabei nach wie vor um ein Nischenprodukt handelt. Weniger als ein Prozent des weltweiten Baumwollanbaus erfolgt nach zertifizierten ökologischen Kriterien.

Das ist nicht genug! Beim Anbau von Baumwolle kommen Pestizide, Düngemittel und Entlaubungsmittel zum Einsatz welche die Umwelt und die Gesundheit der Farmer schädigen. Um eine breite Masse von Farmern zu erreichen und damit positiven Einfluss auf deren Lebensumstände zu nehmen, wurde die Better Cotton Initiative (BCI) gegründet. Die Non-Profit Organisation entstand 2005 aus einem Roundtable-Programm des WWF.

Ziel war es, ein System zu etablieren, welches Baumwollfarmern das Wissen über die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Baumwollfelder vermittelt. Dabei stehen die effizientere Wassernutzung, ein reduzierter Chemikalieneinsatz und somit verringerte Schäden durch Pestizide oder Düngemittel sowie verbesserte Lebensbedingungen durch niedrigere Ausgaben,höhere Profite und Schulungen zu angemessene Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt der Bemühungen. 

In jedem Jahr veröffentlicht die BCI eine Übersicht der Erfolge – diese können hier eingesehen werden:

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Better Cotton wird nach dem Prinzip der Massenbilanzierung („Mass Balance“) vertrieben. Angelehnt an die gängige Praxis der Massenbilanzierung von beispielsweise Fair Trade Kakao oder Tee vertreibt der lizenzierte Baumwollfarmer seine nach BCI Kriterien angebaute Baumwolle am Markt. Dies bedeutet, dass in der Lieferkette die von BCI lizenzierten Farmern angebaute Baumwollemit herkömmlicher Baumwolle gemischt oder durch diese ersetzt werden kann.

Eine Rückverfolgbarkeit der Baumwolle durch die Lieferkette, vom fertigen Produkt bis zum Baumwollfeld, ist daher nicht möglich. 

Die Massenbilanzierung wird verwendet, um sicherzustellen, dass das Volumen von Better Cotton, das von Marken bezogen wird, niemals größer ist als das Volumen, das von Landwirten mit BCI-Lizenz produziert und dem Markt bereitgestellt wird.

Dies schafft aber ein kosteneffizientes System, von dem alle Beteiligten profitieren. Der lizenzierte BCI-Baumwollfarmer von einem besseren Landbau – alle nachgeschalteten Akteure der Weiterverarbeitung wie Garnhersteller oder Weber müssen jedoch keine physische Trennung vornehmen und kostenintensive Zertifikate zur Rückverfolgbarkeit der Faser gewährleisten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dadurch die Nachfrage an Better Cotton zertifizierter Baumwolle kontinuierlich angestiegen ist und sich somit das Leben vieler Farmer verbessert hat.

Das ist, was zählt – das ist, was wir unterstützen möchten. Siehst du das Better Cotton Initiative Logo auf unseren Produkten bedeutet dies, dass du mit dem Kauf dieses Produktes die Schulung von Bauwollfarmern für eine bessere Zukunft unterstützt!